Wir erfassen unsere Umgebung zuerst mit dem Körper und erst danach mit dem Verstand. Was wir sehen, hören, riechen oder ertasten, löst etwas in uns aus, zum Beispiel Ruhe, Neugier oder Geborgenheit. Für mich sind die Sinne die Brücke zwischen Raum und Gefühl, und genau dort setze ich als angehende Spatial Designerin an.
Ein Raum ist mehr als seine Masse. Er ist ein Gefühl. Wir vergessen oft, wie ein Ort genau aussah. Aber nie, wie wir uns dort gefühlt haben. Emotionen entstehen, wenn alle Sinne gleichzeitig angesprochen werden.
Geschmack ist Nähe. Er verbindet uns mit Momenten des Teilens, mit dem Tisch, an dem man zusammenkommt. Räume, die zum Verweilen, Geniessen und Zusammensein einladen, schaffen den Rahmen für Erlebnisse, die bleiben.
Licht verändert alles. Es lässt Materialien leben, zeichnet Schatten und gibt einem Raum seinen Rhythmus über den Tag. Ich gestalte nicht nur, was man sieht, sondern wie man es sieht: im Morgenlicht, im Abendschein, im Wechsel von Hell und Dunkel.
Hören
Jeder Raum hat eine Stimme. Das Knarren von Holz, das Echo von Stein, die Stille hinter einem schweren Vorhang. Klang bestimmt, ob wir uns geborgen oder verloren fühlen. Höre also hin, was der Raum dir sagt.
Riechen
Kein Sinn führt uns so schnell in die Vergangenheit zurück wie der Geruch: frisches Gebäck, altes Holz, Regen auf warmem Stein. Ein Duft kann in einem Augenblick Jahre überbrücken. Darum denke ich Räume auch als Orte, die man riechen kann.